Thursday, 3. May 2012 - Allgemein    Comments Off

Asthma – Der Facharzt für Innere Medizin behebt Ursachen und Symptome

Dem ungewöhnlich milden Winter ist es zu verdanken, dass sie Allergiesaison früh startet. Dieser Umstand zeigt sich besonders für Asthmatiker schwierig, da die Asthma auslösenden Stoffe schon früher als sonst in der Luft zu finden sind. Das allergische Asthma wird allerdings nicht nur durch Pollen ausgelöst, auch Tierhaare und Hausstaubmilben können zu einer Reaktion führen.

Die erblich bedingten Faktoren für Asthma spielen bei der Ursache eine wichtige Rolle. Kinder gesunder Eltern erkranken deutlich weniger an Asthma als Kinder, deren Eltern beide an der Erkrankung leiden. In Deutschland sind ca. 10 Prozent der Kinder und 5 Prozent der Erwachsenen an Asthma erkrankt. Neben dem allergischen Asthma als Auslöser können bestimmte Medikamente oder Schadstoffe in der Luft, wie Abgase, die Ursache für das Asthma sein. Des Weiteren können Atemwegsinfektionen, Kaltluft oder körperliche Anstrengung ursächlich sein.

Eine Mischform aus den allergischen und nicht allergischen Auslösern des Asthmas ist ebenfalls möglich. Typisches Symptom für Asthma ist die Luftnot, die durch verengte Atemwege hervorgerufen wird. Die angeschwollene Bronchialschleimhaut sondert zudem noch zähen Schleim ab. Die Häufigkeit der Beschwerden hängt von der Schwere des Asthmas ab, auch die Intensität ist auf die Schwere des Krankheitsbildes zurückzuführen. Ein pfeifendes Geräusch beim Atmen, Kurzatmigkeit oder ein Engegefühl im Brustbereich zeigen weitere Symptome von Asthma.

Die Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten. Bei einem Asthma Anfall treten Luftnot und Husten in verstärkter Weise auf und können von zusätzlichen Beschwerden, wie Schnappatmung, Angst, Herzjagen, Unfähigkeit zu sprechen und bläulich gefärbter Haut begleitet werden. Für Asthmatiker ist es ratsam stets einen vom Arzt verschriebenen Inhalator mitzuführen, um beim Asthma Anfall gewappnet zu sein.

Gerade bei Kindern gilt es dies schon frühzeitig mit dem Umgang der Beschwerden vertraut zu machen, da die Eltern nicht immer zur Seite sein können. Im Sportunterricht oder bei Freunden mit Haustieren kann sich das Asthma aufgrund der Anstrengung oder der Tierhaarallergie verschlimmern, sodass die Lehrer und die Eltern der Freunde mit der Krankheit vertraut gemacht werden sollten.

Die Überreaktion der Bronchen kann durch verschiedene Symptome ausgelöst werden. Die Gründe für das Asthma sollten vom Facharzt für Innere Medizin so früh wie möglich geklärt und eine entsprechende Behandlung begonnen werden.

Foto: Günther Richter  / pixelio.de

Tuesday, 10. April 2012 - Allgemein    Comments Off

Werdegang: Facharzt für Dermatologie

Ein Facharzt für Dermatologie beschäftigt sich mit den Erkrankungen der menschlichen Haut sowie Erkrankungen der Hautanhangsorgane. Demnach geht es in der Dermatologie um alle Aspekte der gesunden sowie kranken, menschlichen Haut. Seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt es die Dermatologie, welche sehr eng der Venerologie, der Lehre von den Geschlechtskrankheiten ist.

Die Aus- bzw. Weiterbildung zum Facharzt für Dermatologie

Wie kann man Facharzt für Dermatologie werden und welche Qualifikationen werden benötigt? In der Regel dauert die Facharztweiterbildung zum Dermatologen fünf Jahre, wobei ein Hautarzt verschiedene Zusatzrichtungen wählen kann. Das Facharztstudium der Dermatologie endet mit einer Prüfung, nach deren Bestehen man Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten ist. Anschließend kann man Zusatzbezeichnungen wie beispielsweise Allergologie, operative Dermatologie, Venerologie, Proktologie oder Phlebologie erreichen.

Zu Tätigkeit eines Facharztes für Dermatologie gehört neben der Behandlung und Nachsorge noch die Rehabilitation von Hautkrankheiten sowie durch Allergien hervorgerufene Hautkrankheiten. Insbesondere in den vergangenen Jahrzehnten konnten in der medizinischen Forschung im Bereich Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen wichtige Fortschritte erreicht werden, daher sind Fortbildung und Spezialisierung für einen Facharzt der Dermatologie unerlässlich.

Welche ästhetisch-dermatologischen Anwendungen bietet ein Facharzt für Dermatologie an?

Neben der Behandlung von allergischen Erkrankungen oder der Hautkrebsvorsorge, bieten viele Fachärzte für Dermatologie auch ästhetisch-dermatologische Behandlungen an, wie beispielsweise Faltenauffüllung, Fruchtsäurepeeling oder Faltenbehandlung mit Botox. Eine Faltenauffüllung erfolgt entweder durch eine Faltenunterspritzung mit Polymilchsäure oder mit Hyaluronsäure. Der Vorteil von Polymilchsäure besteht unter anderem darin, dass die Substanz nicht nur gut verträglich ist, sondern auch für einen lang anhaltenden Effekt sorgt. Daher ist diese Substanz besonders bei einer Falte von der Nase zum Mundwinkel, der Anhebung des Mundwinkels oder bei eingesunkenen Wangen geeignet. Währenddessen Hyaluronsäure verwendet wird, damit die Haut wieder Wasser speichern kann und je nach Hauttyp und -partie werden verschiedene verschiedene Hyaloronsäurepräparate genutzt.

Warum lohnt sich die Ausbildung zum Facharzt für Dermatologie?

Der Facharzt für Dermatologie beschäftigt sich mit sämtlichen Hauterkrankungen sowie Erkrankungen, die die Hautanhangsorgane betreffen. In der Regel sind diese Fachärzte auf bestimmte Fachbereiche innerhalb der Dermatologie spezialisiert. Sie bieten neben der Diagnose und Therapie von Hauterkrankungen und Allergien, noch ästhetisch-dermatologische Behandlungen an. Daher ist die Aus- bzw. Weiterbildung zu einem Facharzt für Dermatologie ein spannender und interessanter medizinischer Fachbereich.

Foto: Matthias Preisinger  / pixelio.de

Monday, 20. February 2012 - Allgemein    Comments Off

Die Weiterbildung zum Facharzt für Augenheilkunde

Wer sein Medizinstudium als Augenarzt anstrebt, benötigt meist Qualifikation zum Facharzt. Diese Weiterbildung dauert in Deutschland fünf Jahre. Absolvieren kann man die Fortbildung an Unniversitätskliniken oder städtischen Krankenhäusern, wobei ein Teil der Ausbildung, die zwei Jahre dauert, bei einem niedergelassenen Augenarzt erforderlich ist.

Während der fünfjährigen Ausbildung bekommt man Kenntnisse in der ambulanten und stationären Versorgung der Patienten. Dabei erlernt der angehende Augenarzt die unterschiedlichsten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden. Chirurgische Eingriffe, wie das Augen lasern, gehören ebenso dazu. Die Weiterbildungsordnung schreibt genau vor, welche Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich sind, um das Medizinstudium erfolgreich abzuschliessen und die Zulassung für den Facharzt zu bekommen.

Während der umfangreichen Ausbildung entscheidet sich der Student, auf welche Kenntnisse und Behandlungen er sich dann spezialisieren möchte. So kann er nach der Weiterbildung beispielsweise als Operateur tätig werden. Entscheidet er sich, eine eigene Praxis zu eröffnen, hat er zusätzlich die Möglichkeit, auch ambulante Operationen oder chirurgische Eingriffe durchzuführen. Viele Augenärzte bieten das Augen lasern an, um dem Patienten eine bessere Sehfähigkeit zu ermöglichen. Das setzt aber die Kenntnisse der Weiterbildung voraus, um auch die Zulassung zu bekommen.

Die fachärztliche Aus- und Weiterbildung wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Hier werden die Kenntnisse Früherkennung von Erkrankungen, Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, Diagnosen und verschiedene Operationsmethoden abgefragt. Darüber hinaus muss die Praxis der erforderlichen Operationstechniken nachgewiesen werden. Wer sein Medizinstudium dann erfolgreich abgeschlossen hat, berät den Patienten nicht nur über Vorsorgeuntersuchungen, sondern verschreibt auch notwendige Sehhilfen, verbessert die Sehfähigkeit dem dem Augen lasern oder überwacht eine medikamentöse Behandlung. Das Medizinstudium beinhaltet nicht nur die Theorie. Als Student erlangt man viel praktische Erfahrung, so dass nach der kompletten Ausbildung, die Tätigkeit ausgeübt werden kann. Für einen jungen Augenarzt ist es sicher sinnvoll, auch nach der vollständigen Ausbildung, seine Tätigkeit in einer Gemeinschaftspraxis oder einem Krankenhaus zu beginnen, um Techniken, wie Augen lasern, zu festigen.

Foto: Petra Bork  / pixelio.de

Wednesday, 23. November 2011 - Allgemein    Comments Off

Arbeitsbelastung im Medizinstudium

Kaum ein Studium ist lernintensiver als das Medizinstudium, das ist bekannt. Zum Glück hält dies nicht genug junge Leute davon ab, Ärzte werden zu wollen, sonst sähe es um die ärztliche Versorgung bald schlecht aus. Wer also Arzt werden will, der weiß was auf ihn zu kommt und will es trotzdem. Sicher schon einmal eine gute Voraussetzung, um all den Stress auszuhalten.

Das Studium bedeutet, viel vor Büchern oder dem Computer zu sitzen. Viel lesen, viele Tabellen und ähnliches auswendig lernen. Gerade der Mediziner weiß aber, dass viel und lange lesen, sowohl in einem Buch als auch von einem Monitor die Augen ermüdet und sogar schädigen kann. Wer also schon eine leichte Sehschwäche hat, dessen Augen können schneller ermüden, eine eventuelle Verschlechterung der Augen ist möglich. Besser also eine Brille zu tragen, zu mal zum Arbeiten und Lernen. Wenn Du die neuesten Brillenmodelle suchst, einfach hier klicken.

Mit einer Brille hältst Du länger durch beim Lernen, schon wenn Du nur eine kleine Sehschwäche hast, die Dich im Alltag nicht weiter beeinträchtigt, wirst Du aber merken, wie Deine Augen dankbar sind, wenn sie ihre harte Arbeit mit einer Brille verrichten dürfen. Sonst drohen rote Augen und Übermüdung.

Aber, sind alle roten Augen wirklich nur vom Lernen müde? Oder hat der Eine oder Andere mit farbigen Kontaktlinsen nachgeholfen? Farbige Kontaktlinsen sind der letzte Schrei. Mit blutunterlaufenen, roten Werwolfaugen kannst Du in der Bibliothek sitzen und die neuen Erstsemester erschrecken, die staunen werden, wie viel man wirklich lernen muss und dass man eigentlich gar nicht mehr nach Hause kommt, wenn man im Medizinstudium erfolgreich sein will.

Aber es gibt nicht nur farbige Linsen für Halloween oder andere Horroranlässe, es gibt auch nette blaue Linsen, die Deine Augen in den schönsten Himmelsfarben strahlen lassen und Deine Kommilitonen, seine sie weiblich oder männlich, bei Deinem Anblick schwach werden lassen, wie beim nettesten Arzt der Schwarzwaldklinik oder bei der hübschesten Assistenzärztin bei den Scrubs. Und das Beste: farbige Kontaktlinsen sind nicht nur hübsch und auffällig und helfen Dir in mancher Situation, sie sind auch noch eine Sehhilfe und lassen Deine Augen länger lesen und lernen! So hast Du zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und schon mal bewiesen, dass Du als zukünftiger Arzt zwei Dinge gleichzeitig erledigen kannst.

Foto: adel  / pixelio.de

Thursday, 15. September 2011 - Allgemein    Comments Off

Zulassung zum Medizinstudium

Sicher ein leidiges Thema…

Diejenigen die einen Studienplatz für Humanmedizin haben möchten, brauchen entweder einen exzellenten Abi-Notendurchschnitt, oder gewisse Wartezeit oder aber das Bestehen eines Auswahlverfahrens durch die Hochschulen selbst.

Alle diese Kriterien haben Vor- und Nachteile. Der Nachteil der Studienplatzvergabe anhand des Abiturnotendurchschnittes liegt auf der Hand. Nicht jeder, der ein exzellentes Abitur gemacht hat, ist auch gleichzeitig in der Lage ein guter Arzt zu werden. Denn sind wir mal ehrlich, was sind denn die Eigenschaften die einen guten Arzt ausmachen?

Zum Einen natürlich die fachliche Kompetenz, was sicher unumstritten ist. Zum Anderen jedoch braucht ein Arzt ein erhebliches Maß an sog. Soft-Skills. Das heißt Empathie, Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit usw. sind wahrscheinlich genauso obligat wie das Wissen um richtige Therapien, Symptome, Diagnostik etc. Bitte nicht falsch verstehen. Die absolute Voraussetzung für die Ausübung des Arztberufes  ist selbstverständlich dass er sich bestens mit dem auskennt was er macht, damit er verantwortungsvoll praktizieren kann.

Aber kann man diese Kompetenzen, vor allem Soft-Skills, anhand einer Abiturnote messen oder bewerten? Ist automatisch vorherbestimmt, dass derjenige der ein super Abitur schreibt auch gleichzeitig ein guter Arzt wird?

Die Antwort ist NEIN! Die Abiturnote ist kein Prädiktor dafür, dass ein Arzt gut oder schlecht wird. Warum ist dann die Note noch ein Zulassungkriterium?

Komplett beantworten kann ich diese Frage leider nicht. Ich glaube dass es daran liegt, dass der Verwaltungsaufwand sehr viel geringer ist, wenn man lediglich nach Note auswählt. Bei einer solch hohen Anzahl an Bewerbern fürs Medizinstudium wie es in den letzten Jahren der Fall ist, kann man die Verwaltung auch ein Stück weit verstehen.

Es gibt außerdem ja noch zwei andere Kriterien, die die Studienplatzvergabe beeinflussen. Zum Einen ist das die Wartezeit und zum Anderen das Auswahlverfahren der Hochschulen selbst.

An der Wartezeit ändert sich von Semester zu Semester immer wieder was. Interessant ist zum Beispiel, dass wenn man ein anderes Studium in Deutschland beginnt während man auf einen Medizinstudienplatz wartet, diese Semester die Wartezeit hemmen. Wie ist das zu erklären? Wäre es denn nicht sinnvoll, dass man trotzdem ein anderes Studium noch zuvor abschließen könnte? Zumal die Wartezeit auf einen Studienplatz der Humanmedizin gut und gerne mal 6 Jahre (12 Semester) betragen kann!

Ich denke, dass man umso qualifizierter ist, wenn man vor dem Medizinstudium noch ein anderes Studium abschließt. Selbst wenn dies BWL ist, kann man davon später als Arzt sicher profitieren. Solche Fächer werden nämlich im Medizinstudium nicht unterrichtet und betreffen gerade in der heutigen Zeit die Ärzte umso mehr…

Bleibt noch als letztes Kriterium zur Vergabe von Studienplätzen die Auswahl durch die Hochschulen selbst.

Dieses Verfahren ist sicher sehr sinnvoll im Hinblick darauf die am besten qualifiziertesten Abiturienten für das Studium der Humanmedizin zu bekommen. Und das sind in vielen Fällen nicht diejenigen, die ein exzellentes Abitur gemacht haben.

Wie die einzelnen Kriterien der Hochschulen selbst aussehen ist noch nicht komplett ersichtlich. Einige Hochschulen bewerten zum Beispiel positiv, wenn jemand eine Ausbildung zum Krankenpfleger etc. gemacht hat. Das ist doch schonmal ein Schritt in die richtige Richtung.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zulassung zum Studium der Medizin weiterentwickelt. Ich hoffe dass man sich mehr davon entfernt die Noten eines Abiturienten zu stark zu bewerten. Vielmehr sollte man den Abiturienten bewerten.

Denn in der Medizin behandelt der Arzt schließlich auch den Patienten und nicht sein Röntgenbild oder den Monitor…

 

Saturday, 30. July 2011 - Allgemein    Comments Off

Physikum und Hammerexamen

Das Physikum bzw. das Hammerexamen sind die zwei großen Prüfungen im Medizinstudium.

Eigentlich handelt es sich dabei nicht um die eigentlich dafür vorgesehenen Begriffe. Diese wären “1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung” bzw. “2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung”. Aber trotzdem werden die Begriffe Physikum und Hammerexamen im Sprachgebrauch sehr viel öfter benutzt.

Die beiden Ärztlichen Prüfungen sind Staatsexamen, welche nach dem vorklinischen Teil des Studiums, d.h. nach den ersten vier Semestern, und dem Praktischen Jahr, d.h. nach insgesamt zwölf Semestern abgenommen werden.

Folgende Inhalte gehören zu den jeweiligen Examen:

Physikum (1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung):

Die Prüfung besteht aus einem mündlichen Teil und einem schriftlichen Teil. Im mündlichen Teil sitzt man insgesamt drei Prüfern gegenüber und wird in den Fächern Anatomie, Physiologie und Biochemie mündlich-praktisch geprüft. Histologie gehört genauso dazu wie makroskopische Anatomie.

Schriftlich muss man an insgesamt 320 Multiple-Choice Fragen an zwei Prüfungstagen beantworten. Dabei müssen die Fächer Anatomie, Physiologie, Biochemie, Soziologie, Psychologie, Chemie, Biologie und Physik sorgfältig vorbereitet werden. Der Zeitfaktor ist nicht zu unterschätzen, da einem statistisch ca. 90 Sekunden Zeit für eine Frage bleiben.

Zur Vorbereitung empfiehlt es sich natürlich die gängigen Lehrbücher intensiv zu lernen, aber auch Fragen aus der “schwarzen Reihe” zu kreuzen. Hierbei handelt es sich um alte Fragen aus den vorherigen Staatsexamen. Durch die Beantwortung dieser Fragen bekommt man einen Einblick wie die Fragen aufgebaut sind und kann auch noch viel bei der Beantwortung lernen.

Hammerexamen (2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung):

Diese Prüfung setzt sich auch wieder aus einem schriftlichen Teil und einem mündlich-praktischen Part zusammen. Der schriftliche Teil umfasst insgesamt 3 Tage mit jeweils einer Prüfungszeit von 5 Stunden. Wie beim Physikum müssen schriftlich 320 Fragen beantwortet werden, wobei die Fragen meist sehr viel länger und komplexer sind. In den meisten Fällen sind es Fallbeispiele anhand derer man Fragen über Diagnostik und Therapie beantworten muss.

Hört sich im ersten Moment einfach an, ist es aber nicht. Die Fragen haben es teilweise wirklich in sich. Oft wird auch nicht nach Krankheiten gefragt, die häufig vorkommen, sondern nach sehr seltenen Krankheitsbildern. Man kann geteilter Meinung über den Sinn dieser Art der Fragestellung sein.

Prüfungsstoff sind alle klinischen Fächer, wie Innere Medizin, Chirurgie, etc.

Die mündliche Prüfung findet an zwei Tagen statt. Jeweils 45 Minuten wird jeder Prüfling an beiden Tag über einen Patientenfall geprüft, den er selbst vorstellen muss. Der erste Prüfungstag ist dabei eher praktisch orientiert und der zweite Tag eher mündlich.

Physikum und Hammerexamen sind die beiden großen Hürden im Medizinstudium. Wenn man jedoch gut vorbereitet ist, sollte es kein Problem sein die Examen zu bestehen.

Direkt nach dem Hammerexamen winkt dann die Approbation, welches doch eigentlich genüg Motivation darstellen sollte sich ausreichend auf die Prüfungen vorzubereiten.

Tuesday, 21. June 2011 - Allgemein    Comments Off

Alternativen zum Medizinstudium

Gibt es wirklich eine Alternative zum Studium der Humanmedizin? Was tun, wenn man durch zu schlechte Noten daran gehindert wird Arzt zu werden?

Diese Frage ist natürlich nicht allzu einfach zu beantworten. Aber es gibt auch hierfür Lösungen.

Zum Einen kann man natürlich auf den Studienplatz warten (im Moment muss man ggf. 10-12 Semester auf einen Studienplatz warten), oder man beginnt eine Ausbildung. Letzteres ist sicher nicht die schlechteste Alternative.

Das Medizinstudium ist an den meisten Universitäten eher theoriebezogen. Die extrem wichtige praktische Ausbildung kommt im Regelstudiengang meist zu kurz. Jedoch ist es für den späteren Arztberuf einfach unerlässlich, gute praktische Fertigkeiten zu haben. Neuere Modelle des Studiengangs der Humanmedizin (Modellstudiengänge oder Reformstudiengänge) sollen dieses Ungleichgewicht in der Ausbildung ändern.

Deshalb ist es keine schlechte Idee, eine Ausbildung in einem medizinischen Ausbildungsberuf (wie z.B. Krankenpfleger, Rettungsassistent, Physiotherapeut etc.) zu absolvieren, um ggf. später noch ein Studium der Humanmedizin anzuhängen.

Guter und sicherer Umgang mit dem Patienten muss geübt und vorbereitet werden. Dies sind nur wenige Gründe warum sich eine solche Ausbildung vor dem Medizinstudium durchaus lohnen kann. Ein anderer Aspekt ist auch der finanzielle. Man verdient sein eigenes Geld während der Ausbildung (außer beim Rettungsassistenten) und kann später in den Semesterferien oder nebenbei in seinem Beruf arbeiten. Hierdurch hat man extreme Vorteile auf dem Arbeitsmarkt. Andere Studentenjobs sind teilweise schlecht bezahlt. Und gut bezahlte findet man nur sehr selten…

Eine andere Alternative die Wartezeit zu überbrücken kann auch ein anderes Studium sein. Nicht nur um die Wartezeit zum Medizinstudium zu überbrücken, sondern ggf. auch als echte Alternative kommen diverse andere Studiengänge in Frage.

Biologie beispielsweise hat logischerweise einige Parallelen zum Studium der Humanmedizin. Man beschränkt sich zwar nicht nur auf den Menschen, sondern auch auf Pflanzen, Tiere, etc., aber das kann auch ungeheuer spannend sein. Leider sind in diesem Beruf die Chancen auf dem Arbeitsmarkt eher schlecht. Außer man wird Lehrer, dann sind sie wiederum ganz gut im Moment.

Einige Studiengänge wollen neuerdings ein Zwischending zwischen Arzt und Krankenpflegekraft kreieren. Ein Beispiel hierfür ist der Studiengang “Bachelor of Science in Physician Assistant”. Die Absolventen sollen Tätigkeiten wie kleinere chirurgische Eingriffe oder Verbandswechsel auf Station durchführen. Ziel soll sein, den Arzt zu entlasten.

Die Absolventen sollen keine Konkurrenz zu den Ärzten darstellen, vielmehr sind sie dringend notwendig, um auf hohem Niveau, unter ärztlicher Aufsicht diese gezielt zu entlasten…
Es gibt einiges an Alternativen zum Medizinstudium, oder um die Wartezeit auf einen Studienplatz sinnvoll abzukürzen. Deshalb sollte man nicht verzagen, wenn die ZVS dem Abiturienten einen Strich durch seine Planung macht. Vielmehr muss man hartnäckig bleiben, für das Kämpfen was man erreichen will und ggf. aber auch nach Alternativen Ausschau halten.

Letztlich ist die Zeit, die man für ein anderes Studium oder eine Ausbildung investiert, keinesfalls verloren. Im Gegenteil!

Saturday, 11. June 2011 - Allgemein    2 Kommentare

Das Medizinstudium

Das Medizinstudium in Deutschland gliedert sich in zwei Ausbildungsteile. Einen vorklinischen Abschnitt, der insgesamt vier Semester dauert und mit dem “1. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung”, vorher Physikum, abgeschlossen wird. Darauf folgen acht weitere Semester, wobei die letzten zwei Semester für das “Praktische Jahr” (PJ) vorgesehen sind. Nach dem PJ wird das Studium mit dem “Hammerexamen” (2. Abschnitt der Ärztlichen Prüfung) abgeschlossen.

Nach diesen Hürden kann man endlich die Approbation beantragen und sich offiziell Arzt nennen. Doch bis dahin ist es ein langer, teils steiniger und vor allem anstrengender Weg.
Speziell in der ersten Ausbildungsphase (Vorklinik), in der die Grundlagen für die Ausübung des späteren Arztberufes gelegt werden sollen, gibt es teilweise schwierige und anstrengende Prüfungsphasen. Dies ist jedoch auch sinnvoll, weil dort die Fächer Anatomie, Physiologie, Biochemie, Chemie, Physik, Soziologie, Psychologie und Biologie unterrichtet werden.

Es ist einfach absolut notwendig diese Grundfertigkeiten in den Naturwissenschaften und natürlich der speziell der Anatomie, Physiologie und Biochemie zu besitzen. Auch wenn es für manche abschreckend ist, muss man durch diese Prüfungen durch. Manche Studenten fragen sich, wozu man eigentlich Fächer wie Chemie und Physik später noch braucht…

Hier die Antwort:

Physik braucht man zum Beispiel als Orthopäde in fast jeder Situation. Ob es das Beurteilen von Bewegungsausmaßen oder einfach die Vorstellung von der Biomechanik des Menschen ist. Speziell auch in der Forschung ist man auf grundlegende physikalische Kenntnisse angewiesen…

Chemie dient dem Verstehen speziell biochemischer Zusammenhänge. Der menschliche Körper besteht wie alle Stoffe aus Molekülen. Alle Vorgänge des Stoffwechsels beispielsweise sind nur dann wirklich zu verstehen und zu verinnerlichen, wenn man die Biochemie dahinter verstanden hat. Dies hilft dem Arzt selbstverständlich im klinischen Alltag. Selbst wenn es nur solch scheinbar banale Dinge sind, wie Laborwerte interpretieren. Ohne biochemische Kenntnisse einfach unmöglich…

Wenn man dann endlich die Vorklinik hinter sich gebracht hat, kommt der, wie die meisten Studenten sagen, eigentlich erst interessante Teil. Die Arbeit und Lehre am Patienten.

Im klinischen Abschnitt werden alle Fächer unterrichtet, die mit der Krankenversorgung zu tun haben. Beispielsweise Innere Medizin, Chirurgie, HNO, Orthopädie, Neurologie etc. Aber auch viele Fächer, die indirekt mit dem klinischen Alltag in Zusammenhang stehen, wie z.B. Epidemiologie und Biometrie oder medizinische Informatik.

Famulaturen müssen im klinischen Abschnitt des Studiums abgeleistet werden. Insgesamt 120 Tage, wobei man mindestens 30 Tage eine Famulatur in einer Praxis durchführen muss. Dies soll dem Studierenden die Arbeit in einer niedergelassenen Praxis zeigen und ihn auch mit den speziellen Problemen in der Niederlassung, wie beispielsweise betriebswirtschaftlichen Belangen, konfrontieren.

Wenn man das nötige Durchhaltevermögen besitzt und Spaß an der Medizin hat, ist das Studium der Humanmedizin in Deutschland sicher gut zu schaffen. Manchmal ist man vielleicht ein wenig genervt von ständigen Prüfungen und Tutorien, aber wenn man sich vergegenwärtigt, welche Verantwortung man später als Arzt hat, dann legitimiert sich dieser Stress in der Ausbildung wieder.

Denn man sollte nie vergessen. An erster Stelle steht das Wohl des Patienten…

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